Ausbildung geschafft – Studieren kann man später immer noch

Endlich geschafft! Carl hat allen Grund zu feiern. Er hat seine Ausbildung zum Steuerfachangestellten erfolgreich abgeschlossen und ist nun festangestellter Mitarbeiter bei Connex. Aber nicht mehr lange – Warum? Carl möchte im Oktober gern ein Vollzeitstudium beginnen, bleibt uns aber als Werkstudent erhalten. In einem gemeinsamen Gespräch erklärt er, wie er sich auf die Prüfung vorbereitet hat und wie die Prüfungen abgelaufen sind.

Wie hast Du Dich auf die Prüfungen vorbereitet?

Da mir die Ausbildung im Allgemeinen ziemlich leicht gefallen ist, war ich im Vorfeld der Abschlussprüfung relativ entspannt. Zusätzlich zu den Unterlagen, die man von der Berufsschule bekommt, habe ich mir ein Buch zur Prüfungsvorbereitung bestellt. Die Kosten hierfür wurden von der Connex übernommen.

Ich habe anderthalb Wochen vor der Prüfung freigenommen und in diesem Zeitraum zahlreiche Prüfungsaufgaben gelöst. Wichtig ist meiner Meinung nach, dass man nicht alles auswendig lernt, sondern sich anhand von Prüfungsaufgaben (mit Lösungen!) auf das Aufgabenniveau vorbereitet.

Wie ist die schriftliche Prüfung abgelaufen und warst Du zuvor sehr aufgeregt?

Weil ich meine Ausbildung verkürzt habe, stand für mich leider nur der Prüfungsort Dresden zur Verfügung. Der einzige „Vorteil“ war, dass ich in Dresden schon meine Zwischenprüfung absolviert habe und somit den Ort und die Gegebenheiten kannte. Von der Connex wurde für mich ein Zimmer im Gästehaus auf dem Gelände der IHK gebucht. An zwei Prüfungstagen legte ich drei Prüfungen ab.

Am ersten Prüfungstag hatten wir pünktlich um 9.00 Uhr die Prüfung Rechnungswesen vor uns liegen. Nach einer halben Stunde Pause folgte die zweite Prüfung der Allgemeinen Wirtschaftslehre. Am nächsten Tag absolvierten wir noch die letzte Prüfung – Steuerlehre. Dann musste man anderthalb Monate warten bis man die Ergebnisse erhielt.

Und wie lief die mündliche Prüfung ab?

Die mündliche Prüfung war, ähnlich wie es die Lehrer an der Berufsschule erzählten, viel entspannter als man es sich vorgestellt hatte. Geprüft wird man nicht einzeln, sondern in einer Gruppe, bestehend aus 4 Personen. Jeder Prüfling zieht zwei Themen, von denen er sich ein Thema aussuchen muss. Danach hat man fünf Minuten Vorbereitungszeit für einen fünf Minuten Vortrag zu diesem Thema.

Ich muss zugeben, dass ich das Gefühl hatte, dass das die kürzesten fünf Minuten meines Lebens waren. Nach diesem Vortrag folgte eine Gruppenprüfung, in der vier Prüfer Fragen über Fragen aus allen Gebieten der Steuerlehre und zum Teil aus dem Rechnungswesen stellten. Wenn jemand eine Frage nicht beantworten konnte, wurde sie an den nächsten Prüfling weitergegeben.

Danach mussten wir den Prüfungsraum kurz verlassen, damit die Prüfer sich beraten konnten. Nach etwa 10 Minuten wurden wir wieder hereingerufen und uns allen wurde mitgeteilt, dass wir die Prüfung bestanden haben und von nun an Steuerfachangestellte sind.

Wie würdest Du die Prüfung im Nachhinein bewerten? Was ist Dir am schwersten/leichtesten gefallen?

Als mit Abstand am besten und leichtesten habe ich die mündliche Prüfung empfunden. Bei den schriftlichen Prüfungen ist das schon schwieriger. Rechnungswesen fiel mir relativ leicht, weil mir das Fach auch schon während der Ausbildung „zugeflogen“ ist. Die Vorbereitung und Prüfung für die Allgemeine Wirtschaftslehre fiel mir am schwersten, da das Fach, meiner Meinung nach, kaum Bezug zur Praxis besitzt. Obwohl ich in der Berufsschule stets die Note „sehr gut“ hatte.

Hast Du einen speziellen Tipp zur Prüfungsvorbereitung?

Da ich mich durch meine Ausbildungsverkürzung alleine auf die Prüfung vorbereiten musste, habe ich gemerkt, dass ich es lieber gehabt hätte, wenn ich mich mit Klassenkameraden gemeinsam hätte vorbereiten können. Natürlich lernt jeder anders und es gibt sicherlich auch Menschen, die alleine besser lernen können. Für mich war es jedoch ziemlich schwer, sich alleine zu motivieren.

Wie geht es jetzt für Dich weiter?

Seit dem 31. Januar bin ich bei der Connex Steuerfachangestellter tätig. Da ich ab Oktober ein Vollzeitstudium beginne, werde ich nur bis zum 31. August arbeiten und danach einen Monat frei nehmen. Während meiner Studienzeit werde ich der Connex als Werkstudent erhalten bleiben.

Wieso hast Du Dich erst für eine Ausbildung entschieden? Würdest Du es wieder so machen?

Im Laufe meiner Ausbildung hatte ich Zweifel, ob ich nicht doch einen anderen Weg hätte gehen sollen, weil ich zu Beginn ein wenig unterfordert war. Mit der Zusage von Connex, dass ich meine Ausbildungszeit auf 2,5 Jahre verkürzen darf, hat sich das dann aber gelegt. Aus heutiger Sicht war es die richtige Entscheidung für mich, da man in der Ausbildung alles von Grund auf lernt.

Das ist die Erfolgsstory von Carl.
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