Lieber erben als arbeiten?

Ab wann lohnt sich ein Erbe und was machen eigentlich Steuerberater im Bereich Erbschaftsteuer?

Wenn ein geliebter Mensch verstirbt steht die Welt kurz still. Aber nur kurz. Schnell wird der Nachlass ein Thema und das Erbe wird zur Belastungsprobe. Neben Erbstreitigkeiten ist die Erbschaftssteuer immer wieder eine Herausforderung und bedarf oft einiger Unterstützung. Was bleibt unterm Strich vom Erbe übrig, wenn die Steuern weg sind? Warum ein Steuerberater unverzichtbar ist, wenn es um das Geld vom Erblasser geht, verraten wir hier.

Erben ist kompliziert!

Wir werden sehr häufig mit Fragen zum Erbe konfrontiert. Ab welcher Höhe Erbschaftsteuer gezahlt werden muss, wenn man Erbe einer Immobilie geworden ist, nicht selten in Erbengemeinschaft. Wie hoch ist die Erbschaftsteuer in Deutschland, wenn keine Verwandtschaft besteht mit dem Erblasser? Ist das Berliner Testament immer steuerlich vorteilhaft? Kann bei der Erbschaftsteuer oder Schenkungsteuer ein Freibetrag in Anspruch genommen werden und wie hoch sind die Erbschaftsteuersätze? Wie hoch wird die Erbschaftsteuer meiner Kinder sein? Welche Rolle spielt ein vorhandenes gemeinschaftliches Testament oder ein Erbschein bei der Erbschaftsteuererklärung? Spätestens an dieser Stelle wird es schon schwieriger, den Durchblick zu bewahren.

Wie berechnet sich die Erbschaft- und Schenkungssteuer?

In Deutschland wird die Höhe der Erbschaft- und Schenkungssteuer nach den vererbten Werten von Geldvermögen, Aktienvermögen, Immobilien, Unternehmen usw. bemessen. Im Grundsatz soll der tatsächliche Verkehrswert besteuert werden, wobei steuerliche Begünstigungen bei vermieteten und selbstgenutzten Immobilien sowie Unternehmensvermögen Einfluss auf die Erbschaft- und Schenkungsteuer zu beachten sind. Gerade bei Immobilien liegen die durch das Bewertungsgesetz vom Finanzamt ermittelten Werte deutlich über dem aktuellen Verkehrswert. Durch ein Gutachten lohnt sich der Nachweis eines geringen Verkehrswertes.

Was ist ein Erbschein?

Der Erbschein ist ein amtliches Zeugnis und stellt fest, wer Erbe ist, bei einer Erbengemeinschaft den Anteil der Miterben am Nachlass. Ferner sind Beschränkungen des Erbrechts, z. B. die Anordnung der Vor- und Nacherbschaft oder die Anordnung der Testamentsvollstreckung ausgewiesen, die auch steuerlich relevant sind. Ein notarielles Testament oder ein notarieller Erbvertrag zusammen mit dem Eröffnungsprotokoll des Nachlassgerichts ersetzt regelmäßig den Erbschein. Grundsätzlich gehen Testament oder Erbvertrag der gesetzlichen Erbfolge vor und bestimmen somit maßgeblich die Erbschaft- und Schenkungssteuer.

Erbschaftssteuerbescheid – Was müssen Sie beachten?

In der Erbschaftsteuererklärung ist bei Erbengemeinschaften zunächst das Vermögen einheitlich zu bewerten und wird in Grundlagenbescheiden mit dem Anteil des Miterben am Nachlass festgestellt, also mit den einzelnen Bruchteilen der Beteiligten an der Erbengemeinschaft. Hierbei wird sehr oft übersehen, dass diese Werte bindend für den folgenden Erbschaftsteuerbescheid bei den einzelnen Erben sind.

Verwandtschaftsgrad – Mit welchem Erbe können Sie rechnen?

Bei der Bemessung der Erbschaft- und Schenkungssteuer ist das Verwandtschaftsverhältnis zum Erblasser bzw. Schenker maßgeblich für den anzuwendenden Freibetrag als auch für die anzuwendende Steuerklasse. Danach wird der Erbe oder Beschenkte in einer der 3 Steuerklassen eingeordnet. Bei Ehegatten steht jedem Kind ein Freibetrag von der Mutter und zusätzlich vom Vater zu, so dass es bei größerem Vermögen durchaus lohnenswert ist, bei Berliner Testamenten schon im ersten Erbgang die Kinder bis zur Höhe des Freibetrages beispielsweise durch ein entsprechendes Vermächtnis zu bedenken. Nicht mit dem Erblasser oder Schenker verwandte Personen z. B. Verlobte fallen z. B. in die Steuerklasse 3 „Sonstige Personen“ und können einen Steuerfreibetrag von derzeit 20.000 EUR in Anspruch nehmen.

Dieses Erbe steht Verlobten zu

Erbt die Verlobte durch ein Testament einen Nachlass im Wert von 280.000 EUR, kann ein Steuerfreibetrag von 20.000 EUR zum Abzug gebracht werden, die verbleibenden 260.000 EUR sind mit dem Steuersatz von 30 % in Klasse 3 zu besteuern. Die Höhe der Erbschaftsteuer beträgt somit 78.000 EUR

Bereits bei der Gestaltung von Testamenten oder Erbverträgen werden die steuerlichen Grundsteine gelegt. Unter Beachtung der steuerlichen Bewertungsspielräume und Steuervergünstigungen z. B. von Immobilien oder Unternehmen können Sie mit uns die optimale und sichere Besteuerungsgrundlage erreichen. Kontaktieren Sie uns gern.  

Warum ist die Connex Experte für Erbschaft- und Schenkungssteuer?

Die Connex Steuer- und Wirtschaftsberatung GmbH berät Sie mit 35 Steuerberatern und etwa 300 Mitarbeitern in Mitteldeutschland, überregional und über die Mitglieder der Geneva Group weltweit auch in Erbschaftsteuer- und Schenkungssteuerangelegenheiten. Durch die enge Kooperation mit der Munkert & Partner GbR, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte bieten wir Ihnen ein kompaktes Beratungspaket an.

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