Geheimtipp: Musik! So klappt es mit der Konzentration

Die einen schwören darauf, die anderen belächeln es. Wenn es darum geht Konzentration und Leistung zu unterstützen, ist Musik der wohl meist umstrittene Faktor.

Der „Mozart-Effekt“ – clever mit Klassik

Schon in der Schwangerschaft setzen Mütter ihre Ungeborenen klassischer Musik aus, weil diese gut für die Entwicklung ist und den Nachwuchs später besonders schlau machen soll. Tatsächlich fördert klassische Musik, und dazu zählen nicht nur Stücke von Wolfgang Amadeus Mozart, das Lernen, Erinnern und räumliche Denken bei Erwachsenen. Dieser Effekt heißt „Mozart-Effekt“ und obwohl er nicht umfangreich erforscht ist, steht bereits fest, dass die Tonart Dur und ein fröhlich klingendes Tonbild die leistungssteigernden Effekte klassischer Musik verstärkt. Es gibt Studien, die sogar die Erhöhung des IQ belegen.

Eine Studie aus den Vereinigten Staaten bestätigt den Effekt auch für schnelle, fetzige Rockmusik, wenn der Hörer eine Affinität dafür hat. Jene Studie belegt, dass der „Mozart-Effekt“ entscheidend vom Musikgeschmack abhängt und nicht zwingend an klassischer Musik angebunden ist. Wichtig ist, dass das breite, vernetzende Denken nicht eingeengt wird und die Musik keinen Stress erzeugt. Warum das so ist, kann bisher aber niemand sagen.

Welche Musik erhöht die Konzentration?

In verschiedenen Studien wurde diese Frage immer wieder untersucht. Natürlich ist es eine Geschmacksentscheidung aber als sicher gilt, dass Heavy Metal und Techno Stress verursachen und schädlich für die Konzentrationsleistung sind. 2019 warnten Experten, dass zum Beispiel die Musik von Helene Fischer durch Rhythmus und Text zu emotional ist, ablenkt und das Konzentrationsvermögen stört. Studien aus der Schweiz und Österreich zeigten jedoch auch auf, dass Popmusik in Dauerschleife die Merkfähigkeit erhöht. Besonders gute Ergebnisse wurden bei Wiederholungs- und Kreativarbeiten erzielt. Wo die Grenze gezogen wird, was hilft und was nicht, kann jeder nur für sich feststellen. Das damit Geld verdient werden kann, ist damit auch klar.

Es gibt inzwischen eine ganze Reihe von Anbietern, die gezielt Musik zur Erhöhung der Denkfähigkeit anbieten und deren Portfolio auf die Gehirnwellen abgestimmt sein soll. Unter dem Label „Soundlige“ kann man sie finden aber auch generell auf Entspannungsmusik, Meditationsmusik, Klassik, Jazz oder sanfte elektronische Musik zurückgreifen. Soweit die Empfehlungen. Da alles vom Musikgeschmack abhängt, gibt es aber natürlich keine einzelne, richtige Antwort. Unschlagbar bleibt in allen Studien aber die klassische Musik.

Was muss ich bei der Musik beachten?

  • Die Musik sollte grundsätzlich nur im Hintergrund laufen.
  • Die Musik sollte ohne Sprache sein, damit der Lernende nicht am Text hängen bleiben kann.
  • Die Musik sollte nicht zu emotional sein. Wer plötzlich in Tränen ausbricht, lernt nicht weiter.
  • Die Musik sollte keine Werbung enthalten.
  • Die Musik sollte zu Ihrem Herzschlag passen und eher beruhigend und stärkend wirken. Wer tatsächlich mit Musik arbeitet, wird schnell lernen, was für ihn geeignet ist und was nicht.
  • Die Musik sollte zu Ihrem Geschmack passen. Auch wenn Mozart der Konzentrationskick schlechthin ist.

Playlist- eine Empfehlung

Richtig sinnvoll ist eine fertige Playlist. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und wird sich schnell an die atmosphärische Lernunterstützung gewöhnen und sie regelrecht brauchen. Damit das nicht jedes Mal ein neues Abenteuer wird, eignen sich Playlists perfekt. Eine für jeden Anlass.

Hier ein paar Tipps von uns für euch:

  1. Musik von Hans Zimmer. Filmmusik mit hohem klassischen Anspruch und positiven Assoziationen. https://www.youtube.com/watch?v=YHc5SJlrJig
  2. Epic Music von verschiedenen Anbietern wie Pandora Journey zum Beispiel. Hier gibt es sogar eine Vielzahl von Unterscheidungen, ob man eher Frauen- oder Männerstimmen möchte, eher schnell, langsam, leicht melancholisch hören möchte. Ein Tipp wäre https://www.youtube.com/watch?v=ssAI-0KyTGc
  3. Es gibt ja nicht nur Mozart. Auch ein Vaughan Williams kann zu denkerischem Leistungssport führen. https://www.youtube.com/watch?v=ZR2JlDnT2l8
  4. Eine konkrete Musik zum Lernen-Liste gibt es hier unter: https://www.youtube.com/watch?v=xWH8CYNFuzo
  5. Ein Klassiker, der oft Grundlage von Filmmusiken ist, ist die Planetensuite von Gustav Holst: https://www.youtube.com/watch?v=Isic2Z2e2xs Der ein oder andere wird sich wiederfinden und kann die grundverschiedenen Stücke der einzelnen Planeten optimal für verschiedene Inhalte einsetzen. Mathe mit Mars, Steuern mit Venus, Rechnungswesen mit Saturn…