Azubiwelten – Lerntipps für den Steuernachwuchs

Die Steuerberatung gehört zu den anspruchsvollsten Branchen der deutschen Wirtschaft. Die Abschlussprüfungen sind nicht ohne und fordern den Prüfling. Wir haben bei unseren Azubis nachgefragt, welche Lerntipps funktionieren.

Aus der Vergangenheit lernen

Unser Azubi Lukas schwört darauf, sich alte Prüfungen nochmal genau anzuschauen. „Das sollte dazu dienen, dass ich zum einen Aufgabenstellung aus den Prüfungen verstehen kann und weiß wie diese ungefähr formuliert sind bzw. was in der Prüfung gefordert wird.“ Das hat nicht nur den Sinn, dass die Art der Fragestellung bereits verinnerlicht ist, sondern oft auch den schönen Nebeneffekt Teilaufgaben bereits ausführlich durchdacht und gelöst zu haben.

Handarbeit ist alles

Mitschriften gehören zu den Lernstrategien an denen sich die Geister scheiden. Handschriftliche Mitschriften helfen aber nachweislich das Gehörte zu sichern und sich später leichter zu erinnern. Durch das Formulieren wird auch schneller klar, ob der der Sachverhalt verstanden wurde. Unsere BA-Studentin Antonia hat gute Erfahrungen damit gemacht.

Das A und O sind aber natürlich vollständige und ordentlich geführte Aufzeichnungen. Nur wer alle Inhalte hat, kann auch alle Inhalte lernen.

Fachliteratur im Backoffice

Bibliotheken und Archive sind inzwischen für jeden Azubi und Studenten jederzeit online zu erreichen. Unsere Azubis haben aber „… zu jedem Fach mindestens eine Fachliteratur zu Hause. Darin lese ich des Öfteren Sachen nach und löse Übungsaufgaben.“ Fachliteratur in Händen zu halten ist immer noch etwas anderes, als die Onlinerecherche. Der haptische Reiz gibt dem Wissen mehr Gewicht und lässt es weniger flüchtig im Kopf verweilen. Kurz: Sie merken sich Inhalte besser, wenn Sie sie nicht von einem Bildschirm ablesen.

Individuelle Lerngruppen

Unsere BA-Studentin Antonia arbeitet schon seit Jahren mit Lerngruppen. „1-2 Wochen vor den Prüfungen gründe ich mit Freunden eine Lerngruppe. Dort besprechen wir gelöste Aufgaben, spielen das NWB-Steuerquizz durch oder motivieren uns einfach nur gegenseitig.“ Der Vorteil vom Austausch ist außerdem, dass Fragestellung andere Perspektiven erhalten können und Lösungsansätze hinterfragt werden können. Auch kleines Unwissen kann im Gruppengespräch bemerkbar und aufgeholt werden. Gemeinsames Lernen ist oft effektiver als das stoische Auswendiglernen und oft sehr viel motivierender sowieso.

Karteikarten als Lerngarant

Was in der Schule schon richtig war, ist in der Steuerausbildung auch nicht verkehrt. Wer seine Gedanken auf Karteikarten sortiert, sie auf das Minimum kürzt und bündelt, wird schnell inhaltliche Erfolge wahrnehmen. Unsere Azubine Anna setzt auf diese Karteikarten-Technik. „Ich schreibe meinen Hefter komprimiert auf das Wichtigste auf große Karteikarten. Ich lerne sehr gut beim Abschreiben.“ Der Erfolg der Karten ist vergleichbar mit dem Schreiben von Spickern in der Schule. Oft merkte man sich gerade diese Inhalte besonders lange.

Übrigens, als besonders hilfreich gilt es, wenn jedes Themengebiet in einer anderen Farbe markiert und notiert wird.

Perfektes Timing – mit dem richtigen Zeitmanagement entspannt zur Prüfung

Unsere Azubis planen ihre Lerneinheiten in Portionen. Mit einem Lernplan wird eingeplant „… was ich wann lerne, um nicht alles auf den letzten Drücker zu lernen.“ So unsere Azubine. „Danach lerne ich für das jeweilige Teilgebiet die Theorie. Da man im Rechnungswesen ja auch anwenden muss, mach ich noch ein paar Übungen zu dem jeweiligen Themengebiet.“ Anschließend lohnt sich der Blick auf die vergangenen Prüfungen.

Am Prüfungstag selbst setzt der Connex-Nachwuchs ebenfalls auf Timing. „Ich persönlich stehe am Tag der Prüfung 3h eher auf, um verschiedene Übungsaufgaben noch einmal durchzugehen, so ist man gedanklich schon in Top-Form, wenn man den Prüfungsraum betritt.“ so unsere BA-Studentin.

Ein Zeitplan ist auch das sicherste Hilfsmittel gegen die Aufschieberitis und zur inneren Motivation, wenn die Puste im Prüfungsmarathon ein wenig nachlässt.