Wie hat sie das geschafft? Wie bleibt man mal länger im Job?

Wenn ein Mitarbeiter geht, ändert sich immer und sofort das Arbeitsklima. Von Schockstarre bis freudige Erleichterung ist sicherlich alles vorhanden und eins ist klar, jetzt ändert sich etwas.

Dieser Tage geht eine Mitarbeiterin aus Halle in ihren wohlverdienten Feierabend. Sie hinterlässt große Spuren und die Frage bleibt: Wie hat sie das geschafft?

„Keiner bekommt seine Arbeit in einer Wundertüte geschenkt“

Wenn Mitarbeiter mehr als 40 Jahre Teil eines Unternehmens sind, dann sind sie in der Regel länger im Unternehmen als die Vorgesetzten. Sie kennen die Gründe für Entwicklungen, haben ihren Arbeitsplatz vermutlich mehr als einmal eingepackt und an einem anderen Standort wiederaufgebaut und wissen in der Regel über alles und jeden eine Geschichte. Sie haben Mitarbeiterscharren kommen und gehen sehen und werden nicht nur wegen ihres Alters als graue Eminenzen wahrgenommen. Sie haben etwas geschafft, was in heutigen Zeiten eher schwierig scheint, sie sind geblieben. Doch wie geht das? Möchte man vorankommen, scheint oft der einzige Weg der nächste Job zu sein. Wer nicht nach zwei Jahren wechselt, verpasst vielleicht den Anschluss oder versinkt in Routine. Diese Einstellung wird heute praktisch mit dem Studium als Prämisse mitgegeben und führt zu einem regelrechten Job-Nomadentum. Andererseits stellt sich irgendwann der tiefe Wunsch ein, endlich mal bleiben zu können. Selbst wenn die Aufgaben passen, irgendwas ist ja immer. Der fiese Chef, die unangenehme Kollegin oder der fehlende Parkplatz – da scheint die Chance größer zu sein, sein Glück woanders zu versuchen. Oder?

Wir geben Ihnen ein paar Tipps, wie Sie Krisen am Arbeitsplatz überwinden und ihren Platz im Unternehmen finden:

1) Legen Sie nicht jedes Wort auf die Goldwaage

Auch Chefs und Kollegen haben mal schlechte Tage und nicht immer muss es etwas mit Ihnen oder Ihrer Arbeit zu tun haben.

2) Brennen Sie für Ihr Unternehmen

Loyalität ist mehr als eine Phrase. Wenn Sie immer mit halben Auge auf der Suche sind, dann wird es Ihnen nicht gelingen anzukommen und richtig für Ihr Unternehmen da zu sein. Mitarbeiter die innerlich schon abgeschaltet haben oder denen alles egal ist im Unternehmen, sind nicht nur nicht besonders produktiv, sondern können natürlich auch nicht zum Unternehmensbotschafter werden. Woran es liegt, dass manch einer sich nicht mit dem Arbeitgeber identifizieren kann, ist schwer zu sagen aber lässt sich tatsächlich nur ändern, wenn Sie sich aktiv auf Ihr Unternehmen und Ihr Aufgabengebiet einlassen.

3) Nehmen Sie Katastrophen als Lernprozess

Irgendwas ist schiefgelaufen? Ihr Chef schwingt schon die Peitsche? Keine Sorge! Irren ist menschlich, genau wie lernen. Lernen Sie aus Fehlern und stehen Sie zu Wissenslücken. Sie können sich nur weiterentwickeln und wenn Ihnen geholfen wurde, werden Sie weit weniger Stress haben als wenn Sie ihre Wissenslücke die nächsten Jahre weiter pflegen und kaschieren.

4) Vertrauen Sie darauf, dass Ihr Arbeitgeber Ihnen vertraut

Nicht wenige Arbeitnehmer leben in der ständigen Angst, dass sie ersetzbar und austauschbar sind. Das sind Sie! Keine Frage. Ihr Arbeitgeber wird sich diese Mühe und den Aufwand einer Neubesetzung und Einarbeitung aber doch nicht machen, wenn Ihr Engagement, Ihre Motivation und Ihre Leistungen an sich überzeugen. Es ist natürlich ein Vertrauenssprung aber den gehen Sie mit jeder neuen Bewerbung auch ein.

Wofür lohnt es sich, auch an Regentagen, im Job durchzuhalten?

Dazu unsere ausscheidende Mitarbeiterin:

„Ich gehe mit Stolz und Vorfreude in den Ruhestand und es wird andererseits auch ein bisschen weh tun. Ich möchte, dass sich Mitarbeiter gerne an mich erinnern, ich möchte nicht erst dann gehen, wenn ich wegen Überalterung entbehrlich werde. Ich habe fast ein ganzes Leben hier verbracht und festgestellt, diese Arbeitsstelle ist wie eine zweite Ehe, eine zweite Familie. Meine beste Freundin lernte ich hier kennen und seit vielen Jahren sind wir ein unzertrennliches Team – das kann man gar nicht aufwiegen. Ich kam als junges Mädchen und ich gehe nun als gereifte Frau, Mutter und Oma mit einem Herzen voller Erinnerungen, Kollegen die mir sehr fehlen werden und tiefer Dankbarkeit dafür, dass ich hier sein durfte.“

Das müssen Arbeitgeber bieten um attraktiv zu bleiben

Die gesammelten Erfahrungswerte, was Unternehmen attraktiv macht, unabhängig von Branche, Gehalt und Urlaubstagen, sind diese:

  • einen respektvollen und wertschätzenden Umgang miteinander
  • Kommunikation auf Augenhöhe
  • Fachliche und persönliche Unterstützung und Weiterbildung
  • Interesse für den Menschen
  • ein modernes Arbeitsumfeld

Die Connex Steuer- und Wirtschaftsberatung legt genau auf diese Grundvoraussetzungen eines gesunden Arbeitsumfeldes Wert. Sie finden das nicht bei Ihrem jetzigen Arbeitgeber? Dann ab zu unseren Stellenangeboten.