Alles andere als langweilig – vom Büro in die Autowerkstatt

Steuerfachangestellte sind langweilig? Die interessieren sich ausschließlich für Zahlen und Gesetze? Falsch! Dass Steuerfachangestellte keine grauen Mäuse sind, zeigt Denise. Die 22-jährige ist leidenschaftliche Autocrosserin – egal ob vor oder hinter dem Steuer. Wie sie dazu gekommen ist und wie sie dieses zeitintensive Hobby mit ihrer Arbeit bei Connex unter einen Hut bekommt, hat sie uns erzählt.

Autocrosserin? Ja, richtig gelesen, denn auch Frauen und Steuerfachangestellte sind rund um die Rennstrecke vertreten.

Angefangen hat alles bei meinen Großeltern in der Hobbywerkstatt. Mein Opa als begnadeter Rallyefahrer und Chefmechaniker und mein Vater als leidenschaftlicher Rennfahrer. Diese Leidenschaft und das Benzin im Blut wurden mir buchstäblich in die Wiege gelegt.

Im September 2011 startete ich dann mein erstes Autocrossrennen. 13. Platz von 21 Startern war das Endergebnis. Man bedenke, ich war süße 17 Jahre alt und hatte noch keinen Führerschein, ganz zu schweigen von Fahrerfahrung – schon gar nicht in einem Trabi.

In den folgenden Jahren mischte ich zusammen mit meinem Freund (den ich natürlich an einem Rennwochenende kennenlernte) und dessen Bruder die Autocross-Szene so richtig auf. Endergebnis waren ein Vizemeistertitel für den Bruder und ein 3. Platz für meinen Freund.

Vergangenen Winter bauten wir einen Golf II mit ca. 150 PS auf und wechselten die Liga. Von den freien Szenen ging es nun in der Deutschen Meisterschaft im Autocross an den Start. Gefahren wird hier nicht nur regional, sondern in ganz Deutschland. 6-7-mal im Jahr fahren wir am Wochenende zu diversen Rennveranstaltungen, dabei ist es uns egal, ob wir 60 Kilometer oder 760 Kilometer fahren müssen. Von Ostsachsen bis Bayern und sogar bis Frankreich ist alles dabei. Ich bin sehr froh, dass die Connex es zulässt, dass ich sehr oft lange Wochenenden machen muss.

Im September 2016 stieg ich dann selber das erste Mal in meinen eigenen Renntrabi. Leider war es ein schwarzes Wochenende. Ein Dreher im ersten Rennen auf Platz 2 liegend, eine herausgerissene Hinterachse ebenfalls auf Platz 2 liegend in Rennen drei und zu guter Letzt krönte ein Überschlag das Wochenende. Das Aus für mein Rennauto. Wir mussten es komplett ausschlachten und nun ruht es auf dem Schrottplatz.

Derzeit befinden wir uns mitten in der Winterpause – Werkstattzeit. Der Golf II wird für die Saison 2017 wieder hergerichtet und ein Golf III für die Deutsche Meisterschaft gebaut.

Bevor ich selber wieder mitfahren kann muss ich allerdings noch bis 2018 warten. Für drei Autos, die gebaut  werden müssen, ist in der Werkstatt kein Platz. Allerdings ist die Arbeit an und um die Autos herum ist ein fantastischer Ausgleich zu meinem Bürostuhl. Gleitzeit und flexible Urlaubsplanung machen es möglich. Dieses Hobby ist alles andere als langweilig, oder?