Informationen zu Corona-Hilfen der Bundesregierung

Corona-Überbrückungshilfen und Außerordentliche Wirtschaftshilfen
– Hilfe für die von den Auswirkungen der Corona-Pandemie wirtschaftlich Betroffenen –

Corona-Hilfen auf einen Blick

 

Ergänzend zu dem Schaubild des BMF möchten wir darauf hinweisen, dass die aktuellen staatlichen Programme ständig überarbeitet und geändert werden. Obwohl die Hilfen so unbürokratisch wie möglich sein sollen, schweben noch weiterhin Fragezeichen über vielen Köpfen, sind noch wichtige Punkte insbesondere auch hinsichtlich der Schlussrechnungen ungeklärt. Alle unsere Informationen geben wir nach bestem Wissen und Gewissen. Aufgrund der dynamischen Entwicklungen erfolgt dies jedoch ohne Gewähr.

Die Bundesregierung und die zuständigen Ministerien Finanzen und Wirtschaft haben sich im Pandemie-Verlauf über umfangreiche wirtschaftliche Hilfen für von den Schließungen und weiteren Auswirkungen Betroffenen verständigt.

Überbrückungshilfen I bis III

Nach unserem aktuellen Kenntnisstand (8. September 2021) gliedern sich die Programmteile und deren Abwicklung wie folgt:

Über die Überbrückungshilfe III und III plus

Mit der Überbrückungshilfe III werden Unternehmen, Soloselbständige und Freiberufliche aller Branchen mit einem Jahresumsatz bis zu 750 Millionen Euro unterstützt. Diese Grenze entfällt für von Schließungsanordnungen auf Grundlage eines Bund-Länder-Beschlusses betroffene Unternehmen des Einzelhandels, der Veranstaltungs- und Kulturbranche, der Hotellerie, der Gastronomie und der Pyrotechnikbranche sowie für Unternehmen des Großhandels und der Reisebranche.

Freiberufler sowie gemeinnützige Unternehmen und Organisationen, die zwischen November 2020 und Juni 2021 Umsatzeinbußen von mindestens 30 Prozent verzeichnen mussten, erhalten Fixkostenzuschüsse. Je nach Höhe des Umsatzeinbruches werden 40 Prozent, 60 Prozent oder 90 Prozent der Fixkosten erstattet – maximal aber 1,5 Millionen Euro (drei Millionen Euro für Verbundunternehmen).

Die Antragstellung erfolgt über prüfende Dritte, wie Steuerberater und Anwälte. Die Antragsfrist endet am 31. August 2021.

Die Überbrückungshilfen für Unternehmen wurden kontinuierlich weiterentwickelt und stehen als Überbrückungshilfe III Plus bis zum 31. Dezember 2021 zur Verfügung.

Mit der Überbrückungshilfe III Plus unterstützt die Bundesregierung im Förderzeitraum Juli bis September 2021 alle von der Corona-Pandemie betroffenen Unternehmen, Soloselbstständige und Freiberufler bei der Deckung von betrieblichen Fixkosten ab einem Umsatzrückgang von 30 Prozent. Die Konditionen entsprechen denen der Überbrückungshilfe III. Zusätzlich wird eine Restart-Prämie gewährt. Die Antragstellung erfolgt über prüfende Dritte. Die Antragsfrist endet am 31. Oktober 2021.

Die Bundesregierung verlängerte am 08.09.21 die Überbrückungshilfe III Plus über den 30. September hinaus bis zum 31. Dezember 2021. Die Details für die Verlängerung bis Jahresende sind nun finalisiert. Dabei werden die Förderbedingungen der Überbrückungshilfe III Plus weitgehend beibehalten.

Zentrale Plattform zur Information und Beantragung der Wirtschaftshilfen des Bundes:
www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

Neustarthilfe für Soloselbständige und Neustarthilfe plus

Zum Überbrückungsgeld III gehört auch die „Neustarthilfe für Soloselbständige“. Damit wird der besonderen Situation von Soloselbständigen, insbesondere Künstlern und Kulturschaffenden Rechnung getragen.

Die Neustarthilfe ermöglicht einen Zuschuss unabhängig von den Fixkosten. Sie unterstützt so gezielt Soloselbstständige, die wegen fehlender Fixkosten wie zum Beispiel Büromieten oder Leasingkosten nicht von der Überbrückungshilfe profitieren. Für den Zeitraum Januar bis Juni 2021 ist die Neustarthilfe mit monatlich 1.250 Euro vorgesehen, für den Zeitraum Juli bis Dezember 2021 sind es als Neustarthilfe Plus 1.500 Euro pro Monat. Insgesamt können betroffene Soloselbstständige damit für den gesamten Förderzeitraum bis zu 16.500 Euro Neustarthilfe erhalten, um nach der Krise wieder neu starten zu können.

Verlängert wird auch die Neustarthilfe Plus für Soloselbständige. Für den Zeitraum Oktober bis Dezember 2021 können Soloselbstständige, deren Umsatz durch Corona weiter eingeschränkt ist, damit zusätzlich bis zu 4.500 Euro Unterstützung erhalten.

Für Soloselbstständige bietet die Neustarthilfe Plus bis Ende Dezember 2021 zielgerichtete Unterstützung.

Wer genau Corona-Überbrückungshilfe bekommt, wie viel unter welchen Voraussetzungen gezahlt wird und wie der Prozess im Einzelnen abläuft, erläutert das BMWi in seinen FAQs, welche wir Ihnen im Anschluss verlinken.

Bei Fragen sprechen Sie uns bitte an. Wir unterstützen Sie gerne!

FAQs zur „Corona-Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen” – Erste Phase

FAQs zur „Corona-Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen” – Zweite Phase

Hinweise zur „Corona-Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen” – Dritte Phase

 

Außerordentliche Wirtschaftshilfe („Novemberhilfe/Dezemberhilfe“)

Wer ist antragsberechtigt?

Mit der November- und Dezemberhilfe unterstützt die Bundesregierung diejenigen Branchen, die von den Schließungsanordnungen der Länder auf Grundlage der Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz unmittelbar oder mittelbar betroffen sind.

Dazu zählen u.a.:

Es erfolgt eine elektronische Antragstellung durch Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer über die Überbrückungshilfe-Plattform. Auch die Auszahlung wird über diese gesteuert.

Im Falle einer Antragstellung über prüfende Dritte ist eine Schlussabrechnung vorgesehen. Die Schlussabrechnung erfolgt wie die Antragstellung über den prüfenden Dritten, ausschließlich in digitaler Form über das Internet-Portal des Bundes. Die digitale Schlussabrechnung wird erst nach Ende des Förderzeitraums der Überbrückungshilfe III möglich sein. Spätestens bis zum 30. Juni 2022 hat der prüfende Dritte die Schlussabrechnung für den Antragssteller vorzulegen.  Erfolgt keine Schlussabrechnung, ist die Novemberhilfe beziehungsweise Dezemberhilfe in gesamter Höhe zurückzuzahlen.

Im Falle von Direktanträgen im eigenen Namen erfolgt keine Schlussabrechnung und ist somit auch keine Nachzahlung möglich.

Bei Fragen sprechen Sie uns bitte auch hierzu an. Wir unterstützen Sie gerne!

FAQs zur „Außerordentlichen Wirtschaftshilfe – Novemberhilfe/Dezemberhilfe“

Weitergehende FAQs zur “Novemberhilfe”